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Entlassmanagement im Krankenhaus: Eine Tochter bespricht mit dem Sozialdienst, wie es nach der Entlassung weitergeht
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Entlassmanagement: was jetzt zu tun ist, wenn das Krankenhaus entlässt

Das Krankenhaus will entlassen.

Zeigen Sie mir die Tage bis dahin

Sie haben Rechte, und das Krankenhaus hat Pflichten. Unten steht, was an welchem Tag dran ist, mit den Paragraphen dazu.

Ihre Tage bis zur Entlassung und danach

Was an welchem Tag dran ist

Atmen Sie einmal durch. Das Krankenhaus muss die Zeit danach mit Ihnen planen, und Sie haben Rechte, die Ihnen Zeit verschaffen.

  1. Heute

    Mit dem Sozialdienst sprechen und dem Entlassmanagement zustimmen

    Das Krankenhaus muss die Versorgung nach der Entlassung mit Ihnen vorbereiten. Dafür braucht es Ihre Einwilligung, schriftlich oder elektronisch. Bitten Sie um ein Gespräch, am besten heute.

    „Meine Mutter kann nach der Entlassung nicht allein zu Hause versorgt werden. Ich bitte um ein Gespräch mit dem Sozialdienst.“

    § 39 Abs. 1a SGB V

  2. Heute

    Pflegegrad beantragen, falls es noch keinen gibt

    Ein Anruf bei der Pflegekasse genügt als Antrag. Liegt jemand im Krankenhaus und braucht die Begutachtung für die Versorgung danach, muss sie dort stattfinden, spätestens am fünften Arbeitstag.

    § 18a Abs. 5 SGB XI

  3. Vor der Entlassung

    Einen Kurzzeitplatz sichern

    Kurzzeitpflege überbrückt die ersten Wochen. Mit Pflegegrad 2 bis 5 zahlt die Pflegekasse bis zu acht Wochen im Jahr. Ohne Pflegegrad kann die Krankenkasse Kurzzeitpflege übernehmen, wenn häusliche Krankenpflege nicht reicht.

    § 42 SGB XI, § 39c SGB V

  4. Am Tag der Entlassung

    Rezepte und Verordnungen für sieben Tage mitnehmen

    Das Krankenhaus darf Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel und häusliche Krankenpflege für bis zu sieben Tage verordnen, damit keine Lücke entsteht. Fragen Sie vor der Entlassung danach.

    § 39 Abs. 1a SGB V

  5. Eine Woche danach

    Die Verordnungen laufen aus

    Bis dahin braucht es einen Termin in der Hausarztpraxis, damit Medikamente und Pflege weiterlaufen.

    § 39 Abs. 1a SGB V

  6. Falls nichts gefunden ist

    Übergangspflege im Krankenhaus

    Lässt sich weder Kurzzeitpflege noch Pflege zu Hause organisieren, kann das Krankenhaus bis zu zehn Tage weiter versorgen. Es fällt die übliche Zuzahlung wie für den Krankenhausaufenthalt an.

    § 39e SGB V

Ihre Rechte nach dem Krankenhaus, auf einen Blick

Entlassmanagement§ 39 Abs. 1a SGB V
Das Krankenhaus plant mit Ihnen die Versorgung danach und spricht sich mit Kranken- und Pflegekasse ab. Voraussetzung ist Ihre Einwilligung.
Verordnungen für sieben Tage§ 39 Abs. 1a SGB V
Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel, häusliche Krankenpflege und eine Krankschreibung direkt aus dem Krankenhaus.
Schnelle Begutachtung§ 18a Abs. 5 SGB XI
Im Krankenhaus spätestens am fünften Arbeitstag nach dem Antrag, wenn sie für die Versorgung danach nötig ist.
Kurzzeitpflege mit Pflegegrad§§ 42, 42a SGB XI
Bis zu acht Wochen im Jahr; Kurzzeit- und Verhinderungspflege teilen sich 3.539 €.
Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad§ 39c SGB V
Die Krankenkasse zahlt, wenn nach einer schweren Krankheit häusliche Krankenpflege nicht ausreicht.
Übergangspflege§ 39e SGB V
Bis zu zehn Tage weitere Versorgung im Krankenhaus, wenn sich keine andere Lösung findet.

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Die Brücke nach dem Krankenhaus ist meist ein Kurzzeitplatz. Diese Städte melden heute freie Plätze; jede Seite zeigt die Häuser mit Telefonnummer. Alle Städte

Ein Heimplatz ist kein Versäumnis. Er ist Fürsorge in einer anderen Form.

Viele, die einen Platz für ihre Mutter oder ihren Vater suchen, fühlen sich schuldig. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft schreibt dazu: „Deshalb haben viele Angehörige Schuldgefühle.“ Sie unterscheidet zwischen Schuld aus einem echten Versäumnis und Schuldgefühlen, die entstehen, wenn die eigenen Ansprüche höher sind, als ein Mensch allein leisten kann. Wer darüber sprechen möchte: Die Pflegestützpunkte beraten kostenlos.

Ankunft im Pflegeheim am Tag: Mutter mit Rollator und Tochter werden an der Tür begrüßt

Häufige Fragen zum Entlassmanagement

Was ist Entlassmanagement?

Das Krankenhaus muss die Versorgung nach der Entlassung vorbereiten: Pflege, Hilfsmittel, Medikamente, Kurzzeitpflege oder Reha. Es spricht sich dafür mit Kranken- und Pflegekasse ab. Das geschieht nur mit Ihrer schriftlichen oder elektronischen Einwilligung (§ 39 Abs. 1a SGB V).

Was macht der Sozialdienst im Krankenhaus?

Der Sozialdienst berät Patientinnen, Patienten und Angehörige, fragt Kurzzeitpflege und Pflegeheime an, hilft beim Antrag auf einen Pflegegrad und organisiert die Versorgung nach der Entlassung. Bitten Sie früh um ein Gespräch.

Wie schnell gibt es einen Pflegegrad, wenn jemand im Krankenhaus liegt?

Ist die Begutachtung für die Versorgung nach dem Krankenhaus nötig, muss sie dort unverzüglich stattfinden, spätestens am fünften Arbeitstag nach Eingang des Antrags (§ 18a Abs. 5 SGB XI). Ein Anruf bei der Pflegekasse genügt als Antrag.

Was ist Übergangspflege?

Findet sich nach der Behandlung weder Kurzzeitpflege noch häusliche Pflege, kann das Krankenhaus bis zu zehn Tage weiter versorgen, einschließlich Pflege, Medikamenten und Verpflegung. Es fällt die übliche Zuzahlung an (§ 39e SGB V).

Darf das Krankenhaus einfach entlassen, wenn zu Hause niemand pflegen kann?

Es muss die Versorgung danach mit Ihnen planen. Sagen Sie dem Sozialdienst deutlich, dass die Pflege zu Hause nicht gesichert ist, und fragen Sie nach Kurzzeitpflege und Übergangspflege.